Alp Antichrist Apokalyptische Reiter Banshee Beannighe Charòn Chimäre Dämonen
Alp

Alp kommt ursprünglich aus dem angelsächsischen und niederdeutschen -elf- und -alf-(Elfen).
Zuerst war ein Alp ein freundliches Wesen, kehrte sich aber ziemlich schnell ins Negative.
Bekannt ist ein Alp auch unter den Namen: Trud, Mahr, Toggeli, Schrat und Walrider.
Der Alp ist als Druckgeist bekannt, der sich nächtens auf die Brust Schlafender legt und sie fast zum Ersticken bringt.
Erzeugt der Alp damit erotische träumt, dann ist er ein Incubus(männlicher Dämon) oder als Succubus (weiblicher Dämon), Hexe oder Drude. Der Succubus kann durch das Drücken Männer sogar im Schlaf zum Samenerguss bringen.
Die Abwehrmaßnahmen sind je nach Kultur verschieden:
An einem magischen Drudenfuss kommt der Alp nicht vorbei. Auch ist bekannt, das ein Spiegel auf der
Brust des Schlafenden seine Wirkung erzielt. Die Bauchlage und das Verstopfen der Schlüssellöcher verhindert ebenso das Alpdrücken. Christliche Abwehrmittel sind Gebete, Reliquien und Kreuze(in dem Fall
Drudenmesser genannt).
Eine Lichtquelle im Schlafraum ist sinnvoll, da der Alp das Licht scheut.
Möchte man die Identität des Alps wissen, verschließt man das Schlüsselloch, durch das der Alp zumeist
eintritt. Bei Sonnenaufgang muss er sein wahres ICH zeigen. Genauso sinnvoll ist es, wenn man den Alp
verletzt und bei Tageslicht einen Menschen mit genau dieser Verletzung begegnet.
Erlösen kann man den Alp, indem man ihn bei seinem wahren Namen nennt oder ihn ein Tier drücken lässt.
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Antichrist

Nach Volksglauben wurde der Antichrist von einer jüdischen Hure in Babylon geboren.
Der Lebensweg ähnelt sehr dem von Jesus Christus.
Jedoch konnte er nicht den Einlass in den Himmel erzwingen und wurde dafür in das Innerste der Erde verbannt.
Viele Gegner des Christentums wurden als Antichrist bezeichnet: Kaiser Nero, Napoleon der Erste und Friedrich der Zweite. Der Antichrist wird mit dem Weltuntergang in Verbindung gebracht.
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Apokalyptische Reiter

Die vier Reiter verkörpern die Pest, den Krieg, die Hungernot und den Tod.
In der Apokalypse(griech. = Enthüllung) wird der letzte Reiter so angekündigt:

"Als das Lamm das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten Lebewesen rufen: Komm! Da sah ich ein fahles Pferd; und der, der auf ihm saß, heißt 'der Tod', und die Unterwelt zog hinter ihm her. Und ihnen wurde die Macht gegeben über ein Viertel der Erde, Macht zu töten durch Schwert, Hunger und Tod und durch die Tiere der Erde."
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Banshee

Die gälische Bezeichnung lautet 'bean-sie'.
Sie ist in Irland eine sehr bekannte(weit verbreitet) Todesbotin.
Sie kündigt mit lauten Wehklagen den Tod eines Familienmitgliedes vor dem Haus oder in der Nachbarschaft an.
Wenn man sie vernimmt, kann man davon ausgehen, das man reinen keltischen Blutes ist.
Zumeist tritt die Banshee als schöne, junge Frau, in einem grünen mittelalterlichen Kleid und einem grauen Mantel, oder als alte Frau in einem Totenhemd auf. Jedoch hat sie immer wehendes, langes Haar und ihre Augen sind von dem stetigen Weinen rot.
Ihre Stimme ist menschlich, aber nicht verständlich.
Sie ist sehr schüchtern und fliegt sofort davon, wenn man sie erschrickt oder verärgert. Dann erscheint sie jedoch in der nächsten Generation wieder.
Man sagt der Banshee nach, sie sei der Geist eines früheren Verstorbenen, der zum Todesboten auserkoren wurde.
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Beannighe

Die Beannighe ist eine Verwandte der Banshee, allerdings ist sie eher in Schottland als Todesbotin weit
verbreitet.
Sie ist sehr hässlich, sie hat nur ein Nasenloch, hat große Zähne und lange Hängebrüste.
Ihr sagt man nach, das sie der Geist einer im Wochenbett verstorbenen Frau sei.
Sie kündigt den Tod eines Menschen an, indem sie sein blutiges Totenhemd im Fluss wäscht. Daher auch
ihr Beiname 'Kleine Wäscherin an der Furt'.
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Cháron

Cháron ist ein Fährmann in der griechischen Mythologie, der die Toten in die Unterwelt bringt.
Jedoch nimmt er nur verstorbene mit, die ordnungsgemäss begraben wurden und eine Münze dabei haben,
damit sie die Überfahrt bezahlen können. Diese Münze wird den Toten unter die Zunge gelegt, bevor sie
beigesetzt werden.
Cháron darf keine Lebenden in seinem Schiff mitnehmen. Der Weg in die Unterwelt öffnet nur ein goldener Zweig.
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Chimäre

Die Chimäre ist ein Mischwesen aus Löwe(Kopf), Ziege(Bauch) und Drache(Hinterteil).
Sie taucht im sechsten Gesang in Homers Ilias und in Vergils Äneis auf.
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Dämonen

Das Wort Dämon stammt von dem griechischen Wort Daimon ab und bedeutet nichts anderes als Gottheit.
Der Dämonenglaube lässt sich in allen Völkerschichten nachweisen.
In Persien gab es sogar einmal die Dämonologie(Dämonenlehre). Die Juden glaubten, das Epilepsie und
Geistesgestörtheit auf böse Dämonen zurückzuführen sei. Im Christentum gab es nur böseartige Dämonen,
wie Geister und Teufel.
Sogenannte heidnische(alte) Götter wurden bei den Christen als Dämonen abgewertet. Überall sah man
Dämonen, ob in Spuk, Krankheit oder Unheil.
Schutz verschaffte man sich mit Beschwörungen, Amuletten, Steinen und Symbolen. Sogar verspeiste oder
verbrannte man Kräuter, um sich vor Dämonen zu schützen.
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